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Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Universitätsklinikum Würzburg
Oberdürrbacherstrasse 6
97080 Würzburg

Terminvereinbarung Sprechstunde
Zentrales Patientenmanagement
Tel.: 09 31 / 2 01 - 39999

Medizinische Notfälle
Tel.: 09 31 / 2 01 - 36666


 

 

 

Medizinische Klinik und Poliklinik I
Nieren-TxZentrum

Oberdürrbacherstr. 6
97078 Würzburg

Tel.: (+49)931-201-39305Fax: (+49)931-201-639305

Das Pankreastransplantationsprogramm

Die Bauchspeicheldrüse ist für die Produktion von Verdauungsenzymen und vor allem Insulin nötig. Funktioniert sie durch angeborene oder erworbene Ursachen nicht richtig, liegt ein Diabetes mellitus, also eine Zuckererkrankung vor. Dieser führt langfristig zu zahlreichen Organschäden wie Gefäßverkalkungen, Wundheilungsstörungen, Herzinfarkten, Erblindung und auch Nierenschwäche, die bis zum dauerhaften Nierenversagen reichen kann, wodurch lebenslange Dialysetherapie erforderlich wird.

Bei Diabetes mellitus mit einem endgültigen Nierenversagen kann man die Bauchspeicheldrüse zusammen mit einer Niere übertragen werden. Im günstigsten Fall ist der Patient danach sowohl frei von Insulinspritzen als auch von der Dialyse. In seltenen Fällen z.B. bei unbemerkten schweren Unterzucker-Episoden („hypoglycemic unawareness“) kann auch die Transplantation der Bauchspeicheldrüse allein ein Therapieoption sein.

Das Pankreastransplantationsprogramm wird gemeinschaftlich von der Chirurgischen Klinik I und der Medizinischen Klinik I betrieben, da in der Regel eine Niere mit übertragen wird, unterliegt die Nachsorge neben dem chirurgischen Part auch bei unserem Nierentransplantationsprogramm. Gerade auf dem Gebiet der sogenannten „Simultantransplantationen“, also der Übertragung von  zwei oder mehr unterschiedlichen Organen, bringt die enge Vernetzung der Kompetenzen aus verschiedenen Fachrichtungen  exzellente Vorteile, welche  die Patientenversorgung und Lebensqualität nach Transplantation verbessern.